Donnerstag, 2. Januar 2014

Adevnt in der Swiss Church



Ich habe einen Neujahrvorsatz: oefters bloggen. Bereits wird der Baumschmuck wieder in den Keller verstaut, und die Krippenfiguren gehen auch wieder in Sommerschlaf. Wie ging die Zeit bloss so schnell vorbei?

Der Dezember in der Swiss Church war ereignisreich und besinnlich. Jeden Adventsdonnerstag boten wir den PassantInnen und Freunde der Kirche eine Stunde 'Sit in Silence'. Die Steine der Klagemauer, die ich bereits fuer den Gottesdienst an Allerheiligen benutzt hatte und die urspruenglich von einer Kunstausstellung stammen, bildeten ein kleines Mauerlabyrinth. In der Eingangshalle wurden Tee und Kaffee ausgeschenkt, waehrend der kerzenlichtdurchflutete Kirchenraum zum Raum der Stille wurde - Kloster in der Grossstadt. Die Kerzen auf den Treppenstufen und die warme Atmosphaere zogen viele Leute von der Strasse an, die sich in Gebet und Meditation vertieften und von der stillen Stunde profitierten.



Doch auch Musik erfuellte die Kirche oft waehrend der Adventszeit. Zum ersten Advent hielt ich eine Dialogpredigt zusammen mit einer Sopranistin und liess mich von ihrer Musikwahl zum Predigen inspirieren. "When Elisabeth heard Mary's greeting..." war das Thema der Predigt.

Am zweiten Advent hatten wir einen Christmas Carol Service - eine ganz wichtige Tradition in England. Auf allen Plaetzen, in allen Konzerthallen und Kirchen ertoenen in der Weihnachtszeit die traditionellen Weihnachtslieder. Zu diesem Anlass besuchte uns der Chor Dieci Voices. Anschliessend gab es Gluehwein und Mince Pies.

Der Familienggottesdienst fand am dritten Advent statt, und die Kirche war voller Menschen, jung und alt, die ihre Wuensche an den Christbaum hingen, der Krippengeschichte lauschten, ja sogar 'Das isch de Stern vu Bethlehem' sangen - und sich am Licht der 'Christingles' (Orangen mit einem roten Band, einer Kerze und aufgesteckten Suessigkeiten) freuten. Der Samichlaus kam zwar nicht, trotzdem konnten die Kinder ein Geschenk unter dem Tannenbau abholen.
 


An Heiligabend gab es einen fruehabendlichen informellen Weihnachtsgottesdienst mit der Lesung der drei Geburtsgeschichten aus Lukas, Matthaeus und Johannes. Danach ging's ab ins Pub im fast leeren Covent Garden - in England ist der Hauptweihnachtstag naemlich der 25. Dezember.







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