Donnerstag, 5. September 2013

"Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind..."


Heute starte ich etwas Neues. Die Veranstaltung heisst Prayer&Pub, findet jeden Donnerstag Abend statt und haelt genau das, was sie verspricht: erst wird gebetet, dann geht's ins Pub.

In zwei Stunden ist es soweit. Und wie immer, wenn man etwas Neues einfuehrt, fragt man sich: kommen da wohl ueberhaupt Leute? Habe ich das jetzt nur fuer mich alleine vorbereitet? Ist 18 Uhr vielleicht zu frueh? Und traue ich mir es wirklich zu, einen Taize Song einzufuehren, mit dem Risiko, dass den keiner kennt und auch niemand Franzoesisch aussprechen kann?

Zum Glueck aber begleiten mich in solchen Momenten die weisen Worte meines Lehrpfarrers Christoph Semmler. Als ich einmal einen Gemeindeabend mit Musik, Lesungen, Filmprojektion und naechtlicher Meditation in der Kirche Heiligkreuz plante, plagten mich die gleichen Fragen: da kommt keiner, das wird ein Flop, so peinlich. Worauf mich Christoph fragte: was kann den passieren? was wuerdest du als 'Flop' definieren? Worauf ich sagte: weniger als zehn waere ein Flop. Worauf er nur lachte und sagte, dass bestimmt zehn Personen da sein werden. Es waren dann mehr.

Als ich mein Prayer&Pub der Kirchenpflege der Swiss Church in London schmackhaft machen wollte (die uebrigens sehr offen fuer meine Initiativen ist und mich meistens unterstuetzt), meldete sich einer der Kirchenpfleger mit der Anmerkung: das wuerde er jetzt aber langsamer angehen. Er zweifle, ob sich da TeilnehmerInnen finden lassen wuerden. Worauf ich, ganz cool Christoph zitierend, erwiderte: was kann denn Schlimmes passieren? Wenn ich alleine bin, dann bete ich halt alleine.

Heute fuehre ich den Abend also zum ersten Mal durch. Und morgen werde ich wissen, ob ich mir den richtigen Rat zu Herzen genommen habe.

Obwohl, ein paar weitere Versuche werde ich mir sicher noch geben...

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